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ArchitekturgeschichtePaul Otto Baumgarten – Ein Architekt, zwei Karrieren

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Christina Schulenburg: Paul Otto August Baumgarten – Ein Architekt, zwei Karrieren

Projektskizze

Der Architekt Paul Otto August Baumgarten (1873 – 1946) gilt als der favorisierte Theaterarchitekt von Adolf Hitler. Bereits vor seiner Karriere im Dritten Reich zählte Baumgarten als ein Schüler Alfred Messels zu den wichtigsten und bekanntesten Villenarchitekten Berlins. Seine Auftraggeber waren u.a. Max Liebermann, Eduard Arnhold und Paul Cassierer.

Die angestrebte Dissertation hat eine Monografie über das architektonische Werk und das Leben des Architekten Paul Otto August Baumgarten zum Ziel. Baumgartens Oeuvre veranschaulicht in herausragender Weise den Architekturdiskurs in den ersten vier Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Baumgarten steht sowohl für die architektonische Abkehr vom Historismus als auch für die traditionell geprägte Moderne, aus der sich die Architektursprache des Nationalsozialismus entwickelt. Durch die Analyse seines Oeuvres kann exemplarisch die Kontinuität der Architekturentwicklung in der Kaiserzeit, der Weimarer Republik und im Dritten Reich dargestellt werden. Die Forschungsergebnisse zeichnen nicht nur das Porträt eines bislang unbeachteten Architekten der Reformarchitektur auf, sondern werfen auch ein neues Licht auf die propagandistische Rolle der Theater- und Opernbauten im Nationalsozialismus. Nicht zuletzt liefert die Arbeit einen Beitrag zur Diskussion über die historische Realität und tatsächliche Bedeutung von Epochengrenzen.

 

Zur Person

Mag. phil. Christina Schulenburg, M. Sc.

  • 2003-2009 Studium der Kunstgeschichte an der Universität Wien
  • 2005-2006 Studium der Kunstgeschichte an der Technischen Universität Dresden
  • 2009 Diplomarbeit: Das Akademische Gymnasium in Wien von Friedrich Schmidt und der Beginn der neugotischen Schulhäuser im deutschsprachigen Raum
  • 2013-2015 Studium der Denkmalpflege an der Technischen Universität Berlin
  • 2015 Masterarbeit: Berlin, Prenzlauer Berg, Milastraße 2, Festsaal der ehemaligen Malzbier-Brauerei Groterjan. Bauforschung und Nutzungskonzeption
  • 2009-2015 freie Mitarbeiterin im Berliner Architekturbüro west mit den Schwerpunkten Baudenkmalpflege im Kontext des Förderprogramms städtebaulicher Denkmalschutz und des Investitionsprogramms nationale UNESCO-Welterbestätten
  • 2015-2017 wissenschaftliche Volontärin im LWL - Amt für Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen – Lippe
  • seit 2017 Fachreferentin in der Bau- und Kunstdenkmalpflege im Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege

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