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ArchitekturgeschichteIN SZENE GESETZT? Die Architekturfotografien der Theaterbausammlung der TU Berlin zwischen Dokumentation und Inszenierung von Wirklichkeit

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Franziska Ritter: IN SZENE GESETZT? Die Architekturfotografien der Theaterbausammlung der TU Berlin zwischen Dokumentation und Inszenierung von Wirklichkeit

Projektskizze

Grundlage für das geplante Promotionsvorhaben „In Szene gesetzt?“ ist das vorangegangene DFG-geförderte Projekt zur Digitalisierung der Theaterbausammlung der TU Berlin, das im Architekturmuseum der TU Berlin erfolgreich realisiert wurde. Der erste wichtige Schritt ist damit getan: Die Theaterbausammlung der TU Berlin ist online zugänglich. Nun gilt es, die bislang gänzlich unerforschte Sammlung mit ihren wertvollen Archivalien im Rahmen eines Verbundprojektes mit TU Berlin, FU Berlin und Beuth HS Berlin wissenschaftlich zu erschließen.

Zum Kernbestand des Konvoluts gehört das unveröffentlichte Handbuch „Das Deutsche Theater“, das von Albert Speer als Generalbauinspektor 1939 in Auftrag gegeben wurde. Über 320 Theaterbauten im sogenannten ‚Großdeutschen Reich’ wurden darin mit Zeichnungen, Fotografien und Schrift-Dokumenten erfasst.

Franziska Ritter untersucht die für das Handbuch angefertigten Architekturfotografien, fragt nach dem propagandistischen Zweck des Projekts und der tatsächlichen Motivation des Auftraggebers (GBI oder sogar ‚Führerbefehl’)? Teils namhafte Architekturfotografen wurden beauftragt - Fotografen, die das Bild des ’Neuen Bauens“ in den 20er und 30er Jahren maßgeblich prägten. Wieviel Gestaltungsspielraum haben sie sich angesichts der streng vorgegebenen Richtlinien erarbeitet? Sind trotz der beabsichtigten dokumentarischen Abbildqualität Handschriften ablesbar? Welches Bild des „Deutschen Theaters“ sollte mithilfe der Fotografien vermittelt werden und welche rhetorische Strategie steckt hinter der Bildauswahl?

Ziel des Projektes ist die (Neu-)Bewertung der Architekturfotografie in der NS-Zeit auf der Basis ihrer Einordnung in zeitgenössische und heutige fototheoretische Diskurse sowie der Bildwissenschaft und Ikonik. 


 

Franziska Ritter

Vita

  • Studium der Architektur TU Berlin, Auslandsstudium Fotografie & Film University of North London, UK; Diplomarbeit (mit Auszeichnung) „Der poetische Raum“
  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Dozentin und Koordinatorin des weiterbildenden Masterstudiengangs Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin
  • Projektleiterin des DFG-Projektes: “Digitalisierung der Theaterbausammlung”
  • Vorträge und Publikationen u.a. zu Theatralen Kartographien für Berlin, Mapping Theatre Architecture, Digitzing the Stage, Digitalisierung der Theaterbausammlung, Erlebnisraum Theater - theatrale Partituren als Entwurfswerkzeug für Architekten
  • Lehrbeauftragte für Szenografie, Ausstellung und Theaterbau: Raumszenarien UDK Berlin, Architektur TU Berlin, Theatertechnik Beuth HS Berlin, Kommunikationsdesign und Fotografie Design Akademie Berlin, Interior Design CREAD Lyon Frankreich,
  • Freiberufliche Szenografin und Musikern

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