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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

René Hartmann: Architektur für Automobile – Hochgaragen und Parkhäuser in Deutschland. Eine Auto[Mobil]-Vision im 20. Jahrhundert

Projektskizze

Hochgaragen und Parkhäuser sind eine ungewöhnliche und neuartige Bauaufgabe des 20. Jahrhunderts. Diese Gebäude entstanden mit der sozialen Bewegung des Automobilismus und etablierten sich als notwendiger Bestandteil der Automobil-Kultur: Sie sind Architektur für Automobile. In dieser Untersuchung wird diese Bauaufgabe in Deutschland im Allgemeinen erörtert und speziell das, was Hochgarage und Parkhaus unterscheidet oder verbindet. Darüber hinaus werden die Bauten für den ruhenden Verkehr in den größeren sozial-, wirtschafts- und verkehrsgeschichtlichen Rahmen sowie in den architekturhistorischen und städtebaulichen Kontext eingeordnet. Die Untersuchung machte deutlich, wie eingeschränkt und kaum differenziert der Blick der Forschung auf diesen Aspekt des Automobilismus in Deutschland bisher war. Trotz der weitreichenden Bedeutung für die Mobilitätsgeschichte des 20. Jahrhunderts hat die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Hochbauten für den ruhenden Verkehr nur in sehr begrenztem Umfang stattgefunden. Ziel dieser Arbeit war es, diese Forschungslücke weiter zu schließen. Beginnend mit den ersten gewerblichen Großgaragen, die bereits Ende des 19. Jahrhunderts entstanden, wird zunächst die Evolution der mehrgeschossigen Garagenbauten und das Garagenwesen in Deutschland dargestellt. Darauf aufbauend werden die verschiedenen Arten von Hochgaragen und Parkbauten erörtert, für die jeweils unterschiedliche unternehmerische Konzepte der Garagenwirtschaft bzw. des Parkgewerbes verantwortlich zeichneten. Die im Rahmen dieser Arbeit entwickelte Klassifikation unterscheidet dabei zwischen Automobilhaus (1907, Berlin), Heimat- und Abstellgarage (1912, Berlin), Parkgarage (1951, Mannheim, Frankfurt und München), Parkhaus (1956, Frankfurt) und Terrassenparkplatz (1956, Essen).

 

– english version –

Architecture for Automobiles – Multilevel Garages and Parking Garages in Germany. An Auto[Mobile]-Vision in the 20th Century

Multilevel Garages and Parking Garages are unusual and novel building types of the 20th century. These buildings were constructed within the social movement of automobility and established themselves as a necessary part of the automobile culture: they are the architecture for automobiles. In this study, these buildings are discussed in the context of Germany in a general way. This paper specifically explores the differences and similarities between Multilevel Garages and Parking Garages; it investigates such facilities of stationary traffic from a historical perspective of social, economic, and traffic contexts, and also as a part of the architectural history in the context of urban planning. The study shows how limited and hardly differentiated was the state of previous research on this aspect of automobility in Germany. The aim of this study is to further close this gap. Starting with the first commercial garages in the late 19th century, the study shows the evolution of the multilevel garage and the garage business in Germany. Next, the different types of Multilevel Garages and Parking Garages in the 20th century are discussed. Each of them can be attributed to different business concepts of garage owners or parking garage operators. In this work the classification distinguishes between Automobilhaus (1907, Berlin), Heimat- und Abstellgarage (1912, Berlin), Parkgarage (1951, Mannheim, Frankfurt, Munich), Parkhaus (1956, Frankfurt) and Terrassenparkplatz (1956, Essen).

 

Dr. René Hartmann, M.A.

Vita

  • 2001-2009 Studium der Kunstgeschichte und Wissenschafts- und Technikgeschichte an der TU Berlin
  • 2009 Magisterarbeit über »Die Hochgarage als neue Bauaufgabe – Bauten und Projekte in Berlin bis 1933«
  • 2010-2015 Promotion

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