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Aktuelles

Ringvorlesung WS 19/20 - Werte im Wandel? Aus Theorie und Praxis heutiger Denkmalpflege

Lupe

Im Wintersemester 2019/20 bietet das Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik eine Ringvorlesung an zum Thema

Werte im Wandel? Aus Theorie und Praxis heutiger Denkmalpflege

Konzeption und Organisation: Gabi Dolff-Bonekämper und Kerstin Wittmann-Englert

Die Werte der Denkmale beschäftigen die Denkmalpflege seit der Zeit um 1900. Ging es Georg Dehio vor allem um den Zeugniswert des Historischen, so entwickelte der österreichische Kunsthistoriker und Denkmalpfleger Alois Riegl einen Kanon denkmalpflegerischer Werte, in dem der Entwicklungsgedanke breiten Raum einnahm. Unter der Überschrift „Der moderne Denkmalkultus“ entwarf Riegl 1903 ein differenziertes System von Erinnerungs- und Gegenwartswerten. Dieser Wertekanon hat grundsätzlich nicht an Aktualität verloren, doch inwieweit er auch die heutige Denkmaldebatte und den Umgang mit Baudenkmalen reflektiert, lautet eine der Fragen dieser Ringvorlesung.

Historische Bedeutung, materielle Veränderung, Nachhaltigkeit und „heutige Erlebnisfähigkeit“ (Georg Mörsch) stehen als gleichwertige Kategorien nebeneinander; gleichwohl lassen sich unterschiedliche Schwerpunktsetzungen im Verlauf der Zeit ausmachen. Im Zentrum der fünfteiligen Ringvorlesung „WERTE im Wandel? Aus Theorie und Praxis heutiger Denkmalpflege“ steht der Blick auf heutige Prioritäten im Umgang mit Baudenkmalen. Zugleich wird die Wahrnehmung – konkret am Beispiel der Architekturfotografie – thematisiert eingedenk der bereits 1904 von dem Philosophen Rudolf Eissler getroffenen Feststellung „Wert ist subjectiv und relativ, insofern er ein Subject überhaupt voraussetzt“.

 

PROGRAMM

30. Oktober 2019

Ingrid Scheurmann

Denkmalwerte heute. Oder: Brauchen wir einen spätmodernen Heritage-Kultus?

Der Vortrag der Historikerin Ingrid Scheurmann steckt den theoretischen Rahmen dieser Ringvorlesung ab und reflektiert aktuelle Denkmaldebatten im Kontext der Entwicklung des Denkmaldenkens im 20. Jahrhundert.

 

20. November 2019

Steffen Obermann

Gefühlte und geschätzte Werte. Die Restaurierung der Hansabücherei von Werner Düttmann

Der Architekt Steffen Obermann spricht über die jüngst abgeschlossene Restaurierung der Hansabücherei von Werner Düttmann und spürt nach, wie sich die Wertedebatte im praktischen Planungsprozess abbildet.

 

11. Dezember 2019

Martin Reichert

Die Zukunft der Vergangenheit. Die Debatte um die Grundinstandsetzung des Hauses der Kunst

Martin Reichert, Partner bei David Chipperfield Architects skizziert die Leitlinien der geplanten Grundinstandsetzung sowie die Kontroverse um den angemessenen Umgang mit dem „Haus der (Deutschen) Kunst“ von Paul Ludwig Troost in München.

 

15. Januar 2020

Hendrik Bohle

#Archilover - Wie gelingt Architekturvermittlung in Zeiten von Instagram?

Der Architekt und Architekturfotograf Hendrik Bohle lenkt den Blick auf die Vermittlung architektonischer Werke durch die Fotografie, die einen zentralen Beitrag zu Wahrnehmung und Wertschätzung bildet.

 

5. Februar 2020

Podiumsdiskussion der Vortragenden und Veranstalterinnen

 

ORT und ZEIT

Die Vorträge finden jeweils ab 18:15 h im Hörsaal A 053 der TU Berlin (Architekturgebäude), Straße des 17. Juni 150/152, statt.

 

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Im Oktober 2017 erschien die Online-Publikation:

VERFLECHTUNGEN. Berlin in der Architektur der 1960er Jahre

Herausgegeben von Kerstin Wittmann-Englert, dokumentiert sie eine Tagung, die begleitend zur Ausstellung "Radikal modern. Planen und Bauen im Berlin der 1960er-Jahre" 2015 unter dem Titel "Verflechtungen. Planen und Bauen im Berlin der 1960er-Jahre" in der Berlinischen Galerie veranstaltet wurde.

Die Autoren und Autorinnen (hier in der Reihenfolge ihrer Beiträge genannt) Thomas Köhler, Christoph Bernhardt, Wolfgang Pehnt, Thomas Topfstedt, Thilo Hilpert, Andreas Butter, Monika Motylinska, Yasmin Katzer, Martin Reichert und Kerstin Wittmann-Englert bieten in ihren Beiträgen aus unterschiedlichen Perspektiven Antworten auf Fragen wie diese: Wie funktionierte der technologische, soziale und ästhetische Ideentransfer über (inter-)nationale Grenzen hinweg? Wie formten sich Leitbilder einer durch industrielle Fertigung bestimmten Bauweise systemspezifisch aus? Wie wurde das visionäre Planungs- und Baugeschehen in der Öffentlichkeit und der Fachwelt wahrgenommen? Und welchen Herausforderungen stehen wir im heutigen Umgang mit dem architektonischen Erbe der Nachkriegsmoderne gegenüber? Eine Fallstudie zum letztgenannten Themenkomplex bietet der Beitrag von Martin Reichert - David Chipperfield Architects zur Neuen Nationalgalerie von Ludwig Mies van der Rohe.

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