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TU Berlin

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Bauhaus an der Ostsee?

Stettin, ehemalige Kreuzkirche
Lupe

Moderne Architektur und Raumgestaltung im ehemaligen Nordostdeutschland und in der Küstenregion der Zweiten Polnischen Republik in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Forschung und universitäre Lehre im deutsch-polnischen Austausch

 

Leitung: Prof. Dr. Kerstin Wittmann-Englert

Idee und Koordination: Dr. habil. Rafał Makała

 

Das von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien geförderte Projekt fokussiert die bislang wenig erforschte Architektur und Raumgestaltung der Moderne der Zwischenkriegszeit im ehemaligen Nordostdeutschland, d. h. in den Provinzen Pommern, Ost- und Westpreußen, bzw. in der polnischen Wojewodschaft Pommern (Województwo Pomorskie)  der Zwischenkriegszeit und untersucht deren Stellung innerhalb der Diskurse um das Neue Bauen und die internationale Avantgarde in Deutschland und (Ost-)Mitteleuropa. Eine besondere Rolle spielt dabei die deutsch-polnische Konkurrenzsituation zwischen den beiden Ostseehäfen Danzig und Gdynia/Gdingen. Das Vorhaben ist als ein transnationales Kooperationsprojekt angelegt, das deutsche und polnische Kunsthistoriker*innen in Forschung und Lehre miteinander verbindet.

Das 100jährige Jubiläum des Bauhauses 2019 ist ein Anlass, um die zeitgenössische Wirkung jener weltweit bekannten Kunst- und Architekturschule der Moderne zu hinterfragen. Zu den Phänomenen der Moderne in den ehemaligen nordöstlichen Gebieten Deutschlands Pommern, Ost- sowie Westpreußen liegen nur einzelne, regional fokussierte Untersuchungen vor; eine Einbindung in den größeren Kontext des Architekturgeschehens in Deutschland und Europa steht weitgehend aus.

Gerade in dieser Kulturlandschaft entstanden indes beeindruckende Werke (darunter auch die ersten Werke von Walter Gropius). Es handelt sich weitgehend um Bauten einer „konservativen Moderne“, die versuchte, die bahnbrechenden Ideen zu Raumstruktur und Baukörper mit der Tradition des Backsteinbaus zu verbinden.

 

Ziele

Das beantragte Projekt basiert auf der Arbeit der an der TU Berlin von BKM geförderten Gastprofessur für die Kunst Ostmitteleuropas, die nach Prof. Dr. Aleksandra Lipinska in den Jahren 2016-2018 Dr. habil. Rafał Makała innehatte, und verfolgt zwei Hauptziele. Das erste gilt der qualitativen Erforschung der Architektur und Raumgestaltung der Zwischenkriegszeit in Nordostdeutschland, insbesondere ihrer Beziehungen zu der Ideenwelt des Bauhauses bzw. des Neuen Bauens sowie der Versuche, eine autonome, auf die Tradition des „Backsteinlandes“ bezogene Kunst zu schaffen. Das zweite Ziel ist die Nachwuchsbildung als didaktischer Teil des Projektes. Die Studierenden werden in die Forschungsarbeit einbezogen, sowohl bei der Objekt-, Archiv und Literaturrecherche als auch bei der wissenschaftlichen Auswertung und Texterstellung. Dabei sind Kernpunkte des didaktischen Programms die Kooperation und der Austausch zwischen Studierenden der TU Berlin und der Universität Danzig.

 

Erste Projektkomponente

Tagung in Görlitz und Wrocław, 15.-17.1.2019

„Nicht nur Bauhaus ‒ Netzwerke der Moderne in Mitteleuropa/ Not Just Bauhaus – Networks of Modernity in Central Europe“

Organisation: Prof. Dr. Beate Störtkuhl, Prof. Dr. habil. Rafał Makała

Veranstalter:
Technische Universität Berlin

Schlesisches Museum Görlitz

Muzeum Architektury (Architekturmuseum) in Wrocław (Breslau) PL

Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa

Tagung in Görlitz und Wrocław

Lupe
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"100 Jahre Bauhaus - angesichts des omnipräsenten Jubiläums fand auf der Tagung "Nicht nur Bauhaus - Netzwerke der Moderne in Mitteleuropa" vom 15. bis 17. Januar 2019 eine kritische Auseinandersetzung zur Position des Bauhauses innerhalb des akutellen wie auch historischen kunstwissenschaftlichen Diskurses statt. Die Tagung verfolgte das Ziel der inhaltlichen wie geografischen Erweiterung der westlich dominierten Forschung um einen osteuropäischen Kontext und die damit einhergehende Herausarbeitung des heterogenen Netzwerkes und dessen wechselseitigen Beziehungen."

Lesen Sie hier den Tagungsbericht von Maja Lisewski (TU Berlin).

Exkursion in Stettin und Berlin

Lupe

Am 06 – 09. 10. 2019 fand die erste, im Projekt Bauhaus an der Ostsee? Moderne Architektur und Raumgestaltung im ehemaligen Nordostdeustchland und in der Küstenregion der II. Polnischen Republik in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts vorgesehene, gemeinsame Exkursion der Student*innen und der Dozent*innen der Kunstgeschichte der Universität Danzig (Gdańsk, PL) und der Technischen Universität Berlin statt.  Das Programm beinhaltete vor allem die Backsteinarchitektur der Moderne in Stettin (Szczecin. PL) und in Berlin. Im Vorfeld wurden an der TU Berlin das Seminar Bauhaus aus Backstein? (Leitung R. Makała) veranstaltet. An der Universität Danzig wurde die Vorbereitung im Rahmen der planmäßigen Veranstaltungen von Prof. M. Omilanowska und Dr. J. Friedrich durchgeführt. Den inhaltlichen Schwerpunkt der Exkursion bildeten die Fragen nach neuen Bauformen und Bauaufgaben der Baukunst der Zwischenkriegszeit in Deutschland, sowie der Regionalisierung der Architektur der Moderne im norddeutschen Bereich und die Thematik des Backsteinexpressionismus.

Lesen Sie hier den Bericht zur Exkursion.

 

Exkursionsprogramm
TUB
UG
06.10.
Besichtigung: ehem. Kunstgewerbeschule, ehem. Kreuzkirche, ehem. Reichsbank
Zwiedzanie: dawna Szkoła Rzemiosł Artystycznych, d. kościół św. Krzyża, NBP
07.10.
10.30 Haus des deutschen Rundfunks
10.30 Haus des deutschen Rundfunks
11.30 Besichtigung w/o
11.30 oprowadzanie po wnętrzu
12.30 Diskussion
12.30 dyskusja
15.30 – 18.00 Hufeisensiedlung
15.30 – 18.00 Osiedle Hufeisen
08.10.
9.30 – 12.00 Kirche am Hohenzollernplatz
9.30 – 12.00 Kirche am Hohenzollernplatz
13.30 – 17.00 Großsiedlung Siemensstadt: Bauten von H. Scharoun, W. Gropius, O. Bartning u.a.
13.30 – 17.00 tzw. Wielkie Osiedle Siemenstadt: budynki H. Scharouna,
W. Gropiusa, O. Barninga i in.

09.10.
Individuelle Museumsbesichtigung
10.00 indywidualne zwiedzanie muzeów

 

 

 

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